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Der Deutsche Karate Verband e.V. ist als Fachverband Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. und hat bundesweit 2300 Vereine.
Updated: 28 min 58 sec ago

Ausgezeichnet! Gesellschaft für Prävention vergibt den Best-Practice-Award im Bereich „Kommune“ an den DKV

Tue, 06/11/2019 - 08:30

Große Ehre für den Deutschen Karate Verband (DKV). Im Rahmen des größten deutschen Präventionskongresses unter dem Titel „Gesund bleiben“ wurde der DKV von der Gesellschaft für Prävention e.V. mit dem Best-Practice-Award in der Kategorie „Kommune“ ausgezeichnet.

Als Begründung nannte die Jury, dass Karate eine Sportart sei, die nicht nur augenscheinlich den Körper, sondern auch den Geist fordere und fördere. Mit ihren dazu gehörigen Angeboten stelle sie (die Sportart, Anm. d. Red.) einen wichtigen Part im Zugang zu diversifizierten Sportangeboten einer Stadt / Kommune für jüngere und ältere Menschen dar. Und weiter: Zudem sei mittels einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen worden, dass Mindfulness-Karate auch im Alter von über 55 Jahren positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit nehme und damit eine wichtige Zielgruppe erreicht werde.

Jens Spahn, Dr. Eckhart von Hirschhausen und Prof. Dr. Ingo Froböse vor Ort

Vor über 450 geladenen Gästen, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Mediziner, Autor und TV-Moderator Dr. Eckhart von Hirschhausen und der Gesundheits-Experte Prof. Dr. Ingo Froböse, der das Institut für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Spothochschule Köln leitet, nahm DKV-Präsident Wolfgang Weigert im Bonner Telekom Dome die Laudatio und die Urkunde von Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, entgegen.

Weigert führte in seiner Dankesrede aus, dass Karate eine gesundheitsfördernde Sportart sei und dies nun durch die Evaluationen der Universität Regensburg auch bewiesen worden sei. Damit macht Karate nach seinen Worten „nicht nur Senioren glücklich, sondern Karate ist Leben – lebenslang“. Der DKV war im Übrigen als einziger Sportfachverband für den Award nominiert und ebenfalls als einziger Sportfachverband einschließlich des DOSB mit einem Bühnen-Programm präsent.

„Karate macht Senioren glücklich“

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung konnten sich die Besucher zudem einen Überblick über die Aktivitäten im Karate-Bereich verschaffen. Unter der Anleitung von Georg Karras (Bushido Bonn) präsentierte ein Kata-Demo-Team im Alter zwischen 60 und 70 Jahren verschiedene Übungen – auch zum Mitmachen. Parallel dazu erklärte Wolfgang Weigert in seinem Vortrag, warum „Karate Senioren glücklich macht“. Das sei, so Weigert, beileibe kein Werbe-Slogan. Vielmehr hätten die bemerkenswerten Ergebnisse in den Bereichen „Best Age“, „Burnout“ und „Parkinson“ gezeigt, dass Karate im Senioren-Alter zum Rückgang von Alters-Depressionen führe und zu einer Verbesserung der Sturz-Profilaxe beitrage.

Wie unter anderem Dr. Eckhart von Hirschhausen und Prof. Dr. Ingo Froböse zum Thema „Karate im Alter“ stehen und wie wichtig die Erkenntnisse der Universität Regensburg sind, gibt es demnächst auch in einem Video-Beitrag zu sehen – produziert von der TV Schmiede in Köln.

Einen ausführlichen Beitrag zum Präventionskongress lesen Sie hier.           

Bild: Wurde mit dem Best-Practice-Award in der Kategorie "Kommune" ausgezeichnet: der DKV mit Präsident Wolfgang Weigert (rechts) an der Spitze

Dirk Kaiser

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Shanghai: Jonathan Horne sorgt mit Platz fünf für das beste deutsche Ergebnis

Tue, 06/11/2019 - 08:27

Mit einem fünften Platz kehrte Jonathan Horne vom Premier-League-Turnier in Shanghai zurück.

Angesichts der hochkarätigen Konkurrenz, mit der es der Deutsche im Kumite der Gewichtsklasse +84 Kilogramm zu tun bekommen hatte, ein durchaus beachtenswertes Ergebnis. Bereits der Auftakt gegen den Aserbaidschaner Asiman Gurbanli hatte es in sich: Nach einem Kampf auf Augenhöhe und dem 0:0 nach Ablauf der offiziellen Zeit war es der Kampfrichter-Entscheid, der Horne in die nächste Runde brachte. Dort wartete mit Andjelo Kvesic (Kroatien) die nächste große Herausforderung – und auch dieser Kampf ging nach einem weiteren 0:0 zugunsten des Welt- und Europameisters aus.

In der K.o.-Runde war dann der spätere Silbermedaillen-Gewinner Saleh Abazavi (Iran) einen Punkt besser als Horne, der nach dem 0:1 seine Hoffnungen auf eine Podest-Platzierung begraben musste. Im abschließenden Kampf gegen den Franzosen Mehdi Filali musste sich Horne mit 3:4 geschlagen geben.

Den Sprung in die K.o.-Runde nur knapp verpasst hatte Noah Bitsch in der Klasse -75 Kilogramm: Nach drei Erfolgen über Daisuke Watanabe (Japan, 1:0), Maxime Relifox (Frankreich, 5:1) und Enes Garibovic (Kroatien, Kampfrichter-Entscheid nach 0:0) war es schließlich Erman Eltemur aus der Türkei, der mit dem 1:0 die Siegesserie von Bitsch beendete.

Ilja Smorguner fehlen nur wenige Zehntel

In der Klasse bis 67-Kilogramm gab es für David Kuhn und Robin Winters diesmal nicht so viel zu holen. Kuhn scheiterte bereits in der ersten Runde am Aserbaidschaner Rafiz Hazanov mit 0:2; Winters musste sich, nach einem Freilos zum Auftakt, in der zweiten Runde dem Japaner Yuta Mori ebenfalls mit 0:2 geschlagen geben.

Das deutsche Damen-Team um Johanna Kneer, Shara Hubrich und Jana Bitsch hatte in Shanghai indes weniger Grund zur überschwänglichen Freude: Das Trio verpasste den Einzug in die K.o.-Runde. Gleiches galt für Charlotte Grimm, Madeleine Schröter und Gizem Bugur.

Im Kata-Bereich verpassten Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner leider den Schritt in die zweite Runde. Ganz besonders knapp war es dabei bei dem deutschen Herren-Starter, dem für die Qualifikation zur Zwischenrunde nur wenige Zehntel fehlten. Mit Rang 19 konnte der Idsteiner nur bedingt zufrieden sein.

Grüners Forderung nach „etwas mehr Killerinstinkt“

Obwohl die „teilweise sehr guten Leistungen“, wie es Christian Grüner formulierte, der deutschen Starter und Starterinnen nicht mit den entsprechenden Resultaten korrespondierten, war der DKV-Sportdirektor mit dem Auftreten des DKV-Teams nicht unzufrieden: „Mit ein wenig mehr Fortune wären mehr Pool-Finals und damit auch mehr Medaillen-Optionen möglich gewesen.“ Für die kommenden Meisterschaften in Montreal und Minsk forderte er „etwas mehr Killerinstinkt, um die sich ergebenden Chancen für eine erfolgreiche Olympia-Qualifikation besser zu nutzen“.

In Montreal findet vom 21. - 23. Juni das nächste Serie-A-Turnier statt; im weißrussischen Minsk werden am 29./30. Juni die Karate-Wettbewerbe im Rahmen der European Games ausgetragen.

Die Ergebnisse der DKV-Damen

Shara Hubrich (-50 Kilogramm)

  1. Runde: 0:0 gegen Junna Tsukii (Philippinen)
  2. Runde: 0:3 gegen Nadia Morales Gomez (Spanien)

Jana Bitsch (-55 Kilogramm)

  1. Runde: Freilos
  2. Runde: 1:0 gegen Tihave Aros Astudillo (Chile)
  3. Runde: 2:4 gegen Shiori Nakamura (Japan)

Gizem Bugur (-55 Kilogramm)

  1. Runde: 1:2 gegen Sabina Zaklarova (Kasachstan)

Johanna Kneer (-68 Kilogramm)

  1. Runde: Freilos
  2. Runde: 1:0 gegen Cristina Gonzalez Vizcaino (Spanien)
  3. Runde: 5:0 gegen Feryal Abdelaziz (Ägypten)
  4. Runde: 0:1 gegen Elena Quirici (Schweiz)

Madeleine Schröter (-68 Kilogramm)

  1. Runde: Freilos
  2. Runde: 0:2 gegen Kayo Someya (Japan)

Charlotte Grimm (+68 Kilogramm)

  1. Runde: 0:1 gegen Maya Wasowicz (USA)

Bilduntertitel: War trotz durchwachsener Ergebnisse guter Dinge: das DKV-Shanghai-Team Foto-Credit: DKV

Dirk Kaiser

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Shanghai, Montreal, Minsk: „heißer Juni“ und Reise-Strapazen für deutsche Top-Karateka

Wed, 06/05/2019 - 08:05

Shanghai, Montreal, Minsk: „heißer Juni“ und Reise-Strapazen für deutsche Top-Karateka

Den deutschen Top-Karateka steht ein „heißer Juni“ bevor! Gleich drei große Veranstaltungen sind in diesem Monat zu absolvieren.

Los geht es mit dem Premier-League-Turnier in der chinesischen Millionen-Metropole Shanghai. Vom 7. – 9. Juni trifft sich dort die internationale Elite, um die Besten ihrer Zunft in den jeweiligen Gewichtsklassen und Kata-Disziplinen zu küren.

Mit dabei sind auch zwölf deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Angeführt wird das „DKV-Dutzend“ von Welt- und Europameister Jonathan Horne, der in der Gewichtsklasse +84 Kilogramm an den Start geht. Noah Bitsch (-75 Kilogramm) und David Kuhn (-67 Kilogramm) sowie Robin Winters, der über seinen Landesverband gemeldet wurde, sind die drei weiteren Starter im männlichen Kumite-Bereich.


Möchte das Istanbul-Ergebnis verbessern: Noah Bitsch (links) Foto-Credit: DKV / Brigitte Kraußer

Bei den Damen sind Shara Hubrich (-50 Kilogramm), Jana Bitsch (-55 Kilogramm) und Johanna Kneer (-68 Kilogramm) aussichtsreiche Kandidatinnen für vordere Plätze. Gizem Bugur (-55 Kilogramm), Madeleine Schröter (-68 Kilogramm) und Charlotte Grimm (+68 Kilogramm) komplettieren die Riege der Kumite-Starterinnen. Das Damen-Trio wurde über die Verbände ihrer Bundesländer gemeldet.

Im Kata-Einzel werden Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner versuchen, sich bestmöglich für den DKV zu platzieren.

Medizinische Kommission ein wichtiger Mosaikstein

Zwei Wochen später, vom 21. – 23. Juni, findet im kanadischen Montreal ein weiteres Olympia-Qualifikationsturnier als Teil der WKF-Series-A statt. Den Abschluss bilden dann die European Games in Minsk (29./30. Juni). An dieser Veranstaltung nehmen Shara Hubrich, Jana Bitsch, Jasmin Jüttner, Jonathan Horne und Ilja Smorguner teil.

In jedem Fall kommen auf die deutschen Athletinnen und Athleten jede Menge Reise-Strapazen inklusive erheblicher Zeitverschiebungen zu. Wie es gelingt, sich zu akklimatisieren und entsprechend vorzubereiten, erklärt DKV-Sport-Direktor Christian Grüner: „Um eine bestmögliche Leistung unserer Athleten zu erreichen, versuchen wir die Rahmenbedingungen für diese so gut wie möglich auf die jeweiligen Reiseziele abzustimmen. Eine rechtzeitige Anreise, die damit verbundene gute Anpassung an veränderte klimatische und örtliche Bedingungen sowie die schnellstmögliche Umstellung des Schlaf-Rhythmus‘ spielen eine wichtige Rolle.“

Zudem bietet eine angemessene Vorbereitungszeit die Gelegenheit, direkt am Wettkampf-Ort unter den dortigen Voraussetzungen zu trainieren und sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. Eine ganz besondere Bedeutung hat natürlich auch die ärztliche und physiotherapeutische Versorgung vor, während und nach den Wettkampf-Höhepunkten. Die medizinische Kommission des DKV, unter der Leitung von Dr. Thomas Bäuml, ist ein wichtiger Mosaikstein für das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Karateka.             

Dirk Kaiser

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Ausgezeichnet! Gesellschaft für Prävention vergibt den Best-Practice-Award im Bereich „Kommune“ an den DKV

Wed, 06/05/2019 - 07:55

Ausgezeichnet! Gesellschaft für Prävention vergibt den Best-Practice-Award im Bereich „Kommune“ an den DKV

Große Ehre für den Deutschen Karate Verband (DKV). Im Rahmen des größten deutschen Präventionskongresses unter dem Titel „Gesund bleiben“ wurde der DKV von der Gesellschaft für Prävention e.V. mit dem Best-Practice-Award in der Kategorie „Kommune“ ausgezeichnet.

Als Begründung nannte die Jury, dass Karate eine Sportart sei, die nicht nur augenscheinlich den Körper, sondern auch den Geist fordere und fördere. Mit ihren dazu gehörigen Angeboten stelle sie (die Sportart, Anm. d. Red.) einen wichtigen Part im Zugang zu diversifizierten Sportangeboten einer Stadt / Kommune für jüngere und ältere Menschen dar. Und weiter: Zudem sei mittels einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen worden, dass Mindfulness-Karate auch im Alter von über 55 Jahren positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit nehme und damit eine wichtige Zielgruppe erreicht werde.

Jens Spahn, Dr. Eckhart von Hirschhausen und Prof. Dr. Ingo Froböse vor Ort

Vor über 450 geladenen Gästen, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Mediziner, Autor und TV-Moderator Dr. Eckhart von Hirschhausen und der Gesundheits-Experte Prof. Dr. Ingo Froböse, der das Institut für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Spothochschule Köln leitet, nahm DKV-Präsident Wolfgang Weigert im Bonner Telekom Dome die Laudatio und die Urkunde von Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, entgegen.

Weigert führte in seiner Dankesrede aus, dass Karate eine gesundheitsfördernde Sportart sei und dies nun durch die Evaluationen der Universität Regensburg auch bewiesen worden sei. Damit macht Karate nach seinen Worten „nicht nur Senioren glücklich, sondern Karate ist Leben – lebenslang“. Der DKV war im Übrigen als einziger Sportfachverband für den Award nominiert und ebenfalls als einziger Sportfachverband einschließlich des DOSB mit einem Bühnen-Programm präsent.

„Karate macht Senioren glücklich“

Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung konnten sich die Besucher zudem einen Überblick über die Aktivitäten im Karate-Bereich verschaffen. Unter der Anleitung von Georg Karras (Bushido Bonn) präsentierte ein Kata-Demo-Team im Alter zwischen 60 und 70 Jahren verschiedene Übungen – auch zum Mitmachen. Parallel dazu erklärte Wolfgang Weigert in seinem Vortrag, warum „Karate Senioren glücklich macht“. Das sei, so Weigert, beileibe kein Werbe-Slogan. Vielmehr hätten die bemerkenswerten Ergebnisse in den Bereichen „Best Age“, „Burnout“ und „Parkinson“ gezeigt, dass Karate im Senioren-Alter zum Rückgang von Alters-Depressionen führe und zu einer Verbesserung der Sturz-Profilaxe beitrage.

Wie unter anderem Dr. Eckhart von Hirschhausen und Prof. Dr. Ingo Froböse zum Thema „Karate im Alter“ stehen und wie wichtig die Erkenntnisse der Universität Regensburg sind, gibt es demnächst auch in einem Video-Beitrag zu sehen – produziert von der TV Schmiede in Köln.

Einen ausführlichen Beitrag zum Präventionskongress lesen Sie hier.           

Bild: Wurde mit dem Best-Practice-Award in der Kategorie "Kommune" ausgezeichnet: der DKV mit Präsident Wolfgang Weigert (rechts) an der Spitze

Dirk Kaiser

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Kathrin Brachwitz: „Weitere Sportler für den Para-Leistungssport-Bereich gewinnen“

Wed, 06/05/2019 - 07:54

Kathrin Brachwitz: „Weitere Sportler für den Para-Leistungssport-Bereich gewinnen“

In einer neuen personellen Konstellation geht das Para-Team des Deutschen Karate Verbandes (DKV) die kommenden Aufgaben und Herausforderungen an:

Neue Para-Beauftragte ist Kathrin Brachwitz aus Berlin. Die 49-Jährige arbeitet seit über 15 Jahren im inklusiven Bereich und hat sich zum Ziel gesetzt, den Para-Sektor im DKV noch breiter und professioneller aufzustellen. Zusammen mit dem verantwortlichen Para-Trainer des DKV, Heiko Kuppi, und dem Aktiven-Sprecher des DKV, Sven Baum, bildet Kathrin Brachwitz, die auf Stefanie Nagl folgt, ein Trio, das auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Landesverbänden setzt.

Derzeit gehören sieben Athletinnen und Athleten dem Para-Nationalteam an. Um den Kreis sukzessive zu vergrößern, sind im kommenden Jahr Sichtungs-Termine in den Landesverbänden angedacht. „Um langfristig in Europa mithalten zu können, ist es notwendig, dass wir weitere Sportler für den Para-Leistungssport-Bereich gewinnen“, wie es Kathrin Brachwitz formulierte.


Ist der Aktivensprecher des Para-Teams: Sven Baum Foto-Credit: DKV / Brigitte Kraußer

Wer sich einen Überblick über den aktuellen Leistungsstand der Para-Karateka verschaffen möchte, der sollte die „Eichsfeld Open“, die vom 7. – 9. September stattfinden, nicht verpassen. Im Oktober (11. – 13.) treffen sich alle Para-Kader zu einem gemeinsamen Lehrgang in Berlin. Zudem steht vom 18. – 21. Februar 2020 ein gemeinsames Trainingslager mit dem Para-Nationalkader Brasiliens in Berlin auf dem Programm. Die „International Berlin Open“ am 22./23. Februar 2020 im Horst-Korber-Sportzentrum am Berliner Olympiastadion sind dann das erste Highlight des kommenden Jahres. Rund 1.200 Starterinnen und Starter aus über 30 Ländern werden zu dieser Veranstaltung erwartet.

Wer Interesse hat, Para-Karate auf Leistungssport-Niveau auszuüben, der meldet sich bitte direkt bei Kathrin Brachwitz (kathrin.brachwitz70@t-online.de).                                       

Dirk Kaiser

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Mega-Meisterschaft in lockerer Atmosphäre

Wed, 05/22/2019 - 11:00

Es ist ein reges Treiben, das sich bei angenehmen Temperaturen und einem Sonne-Wolken-Mix auf dem großen Sport-Areal direkt am Steigerwald-Stadion, in denen der Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Erfurt seine Heimspiele austrägt, beobachten lässt.

Rund 800 Talente aus dem deutschen Karate-Nachwuchs haben sich in der thüringischen Landeshauptstadt eingefunden, um ihre Titelträger in den Altersklassen Jugend, Junioren und U21 zu ermitteln.

Während sich vor der Leichtathletik-Halle, in der die Mega-Meisterschaft stattfindet, ein Teil der über 100 ehrenamtlichen Helfer, die der Ausrichter USV Erfurt rekrutiert hat, um die Verpflegung der Sportler und Zuschauer kümmert, geht es im Inneren sportlich zu. Auf acht Wettkampf-Matten wird gleichzeitig gekämpft; 61 Kampfrichter sind dabei von morgens 9.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr fast ununterbrochen im Einsatz – der Zeitplan ist bis zum frühen Sonntagabend eng gestrickt und straff getaktet.

Dennoch herrscht eine lockere, gelöste Atmosphäre. Auf den Rängen werden die Athletinnen und Athleten des eigenen Landesverbandes oder des eigenen Vereins angefeuert; Smartphones und Video-Kameras sind auf den Tribünen und am Rande der Matten im Dauereinsatz und dokumentieren das Geschehen. Diejenigen, die noch nicht an der Reihe sind, bereiten sich im abgesperrten Bereich auf der Tartanbahn auf ihren Wettkampf vor – zu zweit oder allein.

Kapazitätsgrenze erreicht, aber Erfurt ist 2020 erneut Gastgeber

Falk Neumann, Vize-Präsident des Deutschen Karate Verbandes und Organisator der Wettkämpfe in Erfurt, ist ein erfahrener Mann, wenn es um die Ausrichtung der Deutschen Jugend-Meisterschaften geht: Bereits zum 15. Mal in Folge ist der USV Erfurt Gastgeber dieser Veranstaltung. Doch nicht nur Neumann sieht angesichts der stetig steigenden Teilnehmerzahlen die Kapazitätsgrenze dessen, was mach- und umsetzbar ist, erreicht. Sieger-Ehrungen, die am Sonntag zur Tatort-Zeit stattfinden müssen, sind sicher nicht im Interesse aller Beteiligten und sollten die Ausnahme bleiben. Deswegen wurden vor Ort in verschiedenen personellen Konstellationen und unter Beteiligung der Präsidialen und der Referenten mögliche Szenarien durchgespielt. Am Sonntag steht schließlich fest, dass der USV Erfurt auch 2020 wieder Gastgeber dieses Events sein wird.

Unter sportlichen Gesichtspunkten haben die Titelkämpfe das gehalten, was man sich von ihnen versprochen hatte: Es wurde hochklassiges, attraktives und spannendes Karate geboten. So setzte sich im Kumite der Altersklasse U21 bei den Damen in der Gewichtsklasse -55 Kilogramm die Favoritin Jil Augel (Sen5 Karate) im Finale mit 5:0 gegen Meike Drexhage (Shotokan KD Bad Salzuflen) durch. Augel hatte bereits im April an den Deutschen Meisterschaften in der Leistungsklasse teilgenommen und dort auf sich aufmerksam gemacht. Auch Madeleine Schröter (Musashi Weimar), die ebenfalls in Chemnitz an den Start gegangen war, wurde in der Klasse -68 Kilogramm ihrer Favoritenrolle gerecht: Schröter gewann mit 3:0 gegen Martina Reil (Karate-Dojo Straubing). Nach ihrem Titelgewinn bei der Leistungsklasse im Frühjahr ließ Selin Isik (SC Banzai Berlin) nun auch bei den U21-Damen (-61 Kilogramm) DM-Gold folgen.

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Wurde ihrer Favoritenrolle gerecht: Jil Augel (links) Foto-Credit: Brigitte Kraußer

Seden Bugur, Hannah Hennig und Noah Tönnis werden ihrer Favoritenrolle gerecht

Bei den U21-Herren gab es in der Klasse -67 Kilogramm kein Vorbeikommen an Albert Heinz. Der Nationalmannschafts-Athlet vom Karate und Sportverein Trier besiegte im finalen Kampf Tim Steiner vom VfL Mainhardt mit 2:0. Auch für Stanislav Littich (Bushido Verden), der ebenfalls dem Nationalkader angehört, endeten die Meisterschaften in der Klasse -84 Kilogramm mit dem Titel. Nach dem 0:0 gegen Etemi Jeronim (Shotokan Esslingen) fiel der Kampfrichter-Entscheid zu Gunsten von Littich aus.

Bei den Juniorinnen sicherte sich Seden Bugur (SC Banzai Berlin) in der Klasse -48 Kilogramm den Titel durch den Kampfrichter-Entscheid beim Stand von 1:1 über Olympiada Tzoufos (Sen5 Karate); in der Klasse -59 Kilogramm war Hannah Henning vom Team Fightclub Westerwald die Beste ihrer Zunft – gefolgt von Amelie Lücke (Sportcenter Bushido Waltershausen), die sich Henning mit 1:3 geschlagen geben musste. Für den zum Nationalkader gehörenden Noah Tönnis (Karate Dojo Kempen) lief in der Klasse -61 Kilogramm alles nach Plan: Im Finale gegen Tim Graefe (Sport- und Karateclub Stassfurt) war es jedoch beim Stand von 0:0 der Kampfrichter-Entscheid, der Tönnis zum Champion kürte.

In der leichtesten Gewichtsklasse der männlichen Jugend (-52 Kilogramm) gelang Muhammed Özdemir (Turn- und Sportgemeinschaft Wiesloch) der Sprung auf den obersten Podestplatz. Özdemirs Nationalmannschafts-Kollege Maxim Schneider (Sportcenter Bushido Waltershausen) landete auf dem dritten Rang. In der Klasse -57 Kilogramm gab es ebenfalls einen Triumph für einen Favoriten, der zum Nationalkader gehört: Rami Mustafa Alastal (Budokan Bochum) verwies im finalen Kampf Melvin Thran (Team Fightclub Westerwald) auf den zweiten Platz.


Hielt sich im Finale schadlos: Rami Mustafa Alastal (rechts) Foto-Credit: Brigitte Kraußer

Morris Tellocke veredelt seine grandiose Saison

In der weiblichen Jugend gingen – mit Ausnahme in der Klasse +54 Kilogramm – Gold und Silber an Athletinnen aus dem DKV-Kader: In der Klasse -54 Kilogramm hieß die Siegerin Renee Stein (Sportcenter Bushido Waltershausen); auf Rang zwar wurde Mia Bitsch (ebenfalls Sportcenter Bushido Waltershausen) gelistet. In der Klasse +54 Kilogramm war Charlotte Rühlmann (Karate Centrum Hersbruck) nicht zu bezwingen. Mit Rang zwei überraschte hingegen Alina Preisel (Karate Schule Nippon Bremerhaven). In der leichtesten Klasse (-47 Kilogramm) machten Michelle-Sidney Ott (Nippon Gotha) und Chiara Wetzel (KD Chikara-Club Erfurt) die Plätze eins (Ott) und zwei (Wetzel) unter sich aus.

Für Kata-Spezialist Morris Tellocke (Dokan in Berlin) endete die Meisterschaft mit einem weiteren Triumph: Nachdem Tellocke bereits Deutscher Meister in der Leistungsklasse geworden war, fügte der Berliner jetzt noch den Titel des U21-Champions hinzu. Titelträger im Mannschafts-Wettbewerb wurde Gastgeber USV Erfurt. Bei den U21-Damen hieß die Gewinnerin Umay Demirkan von den Sportfreunden Sennestadt/Karate Origins Bielefeld; der Team-Wettbewerb ging an die KD Straubing.

Nordrhein-Westfalen stellt den erfolgreichsten Landesverband

Bei den Junioren wurde Randall Aidan Lück (Karate Schule Nippon Bremerhaven) seiner Favoritenrolle als Mitglied der Nationalmannschaft gerecht; gleiches galt bei den Juniorinnen für Nele Hesse (Sportivo Emden). In den Team-Wettbewerben gingen die ersten Plätze an den SC Judokan Frankfurt (männlich) und KD Lich (weiblich). Grund zum Jubeln hatten in der Jugendklasse Liam Aaric Lück (Karate Schule Nippon Bremerhaven) und Rita Siebert (Okinawa Karate TuS Alztal Garching).

Erfolgreichster Landesverband war Nordrhein-Westfalen mit acht Gold-, zwei Silber- und zehn Bronze-Medaillen. Rheinland-Pfalz (sieben, sechs, neun) und Baden-Württemberg (vier, sechs, elf) landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Hier geht es zu den Ergebnislisten. Hier geht es zum Medaillenspiegel. Hier geht es zur Bildergalerie.

Der MDR war mit einem Kamera-Team vor Ort und widmete sich insbesondere den Athletinnen und Athleten des heimischen Landesverbandes. Zu sehen ist der Bericht im Thüringen Journal. Auch die Thüringer Allgemeine berichtet über die Meisterschaften. Allerdings befindet sich der gesamte Artikel hinter der Bezahlschranke.         

Dirk Kaiser

 

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