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Updated: 3 hours 12 min ago

DKV-Fanreise zu Olympia 2020: JTB Europe bietet einmaliges, limitiertes All-Inclusive-Angebot an

Sat, 08/24/2019 - 07:06

Es ist ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann! Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio...

Es ist ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann! Zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio bietet JTB Europe, offizieller Partner des DKV für Reisen nach Japan und Okinawa, allen Karate-Begeisterten ein All-Inclusive-Paket an. Für 3.900 Euro pro Person (Doppelzimmer zur Doppelnutzung) geht es am 4. August von Frankfurt oder München mit All Nippon Airways (Economy Class) nonstop zum Airport Haneda in Tokio. Dort wartet ein Shuttle, um die Teilnehmer der DKV-Fanreise ins „The Gate Hotel Asakusa Kaminarimon“ zu bringen. Der Aufenthalt dort dauert bis zum 10. August (Tag des Rückflugs) und beinhaltet ein reichhaltiges Frühstück. Eintrittskarten für alle fünf Karate-Veranstaltungen bei den Olympischen Spielen sorgen für das sportliche Highlight des „Trip to Tokyo“.

Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, der sollte sich aus zwei Gründen beeilen: Erstens ist die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt, zweitens ist das Angebot nur bis Montag, den 26. August, 10.00 Uhr, gültig.

Über die offizielle Homepage von JTB Europe können Sie sich einen Überblick über den Reiseveranstalter verschaffen. Ansprechpartner auf Seiten von JTB Europe sind Tsubasa Saito (tsubasa_saito@jtb-europe.com) und Claudius Köhl (claudius_koehl@jtb-europe.com oder 069/92187724).

Die Zahlungs-Bedingungen sehen wie folgt aus: 10 % der gesamten Reisekosten sind zahlbar 30 Tage nach der Buchungs-Bestätigung; 90 % der Reisekosten sind zahlbar bis zum 31. März 2020. Eine Stornierung oder Rückzahlung ist nach Buchungs-Bestätigung nicht möglich. Sollte ein Einzelzimmer gewünscht sein, wird ein Aufpreis von 1.400 Euro fällig. Abgewickelt werden die Zahlungen direkt mit JTB Europe.

Interessenten wenden sich bitte per Mail direkt an die Geschäftsstelle des DKV (info@karate.de). Diese nimmt die Anmeldungen bis Montag, den 26. August, 9.00 Uhr, entgegen. Dabei entscheidet der zeitliche Eingang der Anmeldungen über die Teilnahme an der Reise

 

Categories: Karate News

Interview mit Kumite Bundestrainer Thomas Nitschmann

Tue, 08/20/2019 - 14:20

Es war ein anstrengendes, kräftezehrendes erstes Halbjahr, das die deutschen Top-Karateka zu absolvieren hatten: Zahlreiche Veranstaltungen, noch dazu auf verschiedenen Kontinenten, hatten den Rhythmus des Olympia-Kaders vorgegeben.

Momentan befindet sich dieser (der Olympia-Kader, Anm. d. Red.) in der Sommerpause; erst Anfang September geht die Jagd nach den Punkten für eine mögliche Olympia-Teilnahme weiter. 

Im folgenden Interview zieht Bundestrainer Thomas Nitschmann, 49, ein Zwischen-Fazit und spricht dabei unter anderem über den unterschätzten Reisestress. Zudem äußert er sich über das Potenzial seiner Schützlinge mit Blick auf Tokio 2020, das komplexe Qualifikations-System und die Bedeutung der „Paris Open“ für das kommende Jahr.

Herr Nitschmann, die Kader-Athleten befinden sich in der Sommerpause. Wie fällt Ihr Fazit für die erste Hälfte dieses Jahres aus?
Thomas Nitschmann: „Sicherlich hätten wir uns bei einigen Veranstaltungen bessere Resultate gewünscht, keine Frage. Allerdings war die Anzahl der Turniere und der damit verbundene Reisestress doch größer als erwartet! Zudem lässt uns der kurze Abstand zwischen den Turnieren wenig Zeit für das so wichtige Training. Aber die Olympia-Qualifikation ist noch lang…“

Welche Athletinnen und Athleten haben Sie überrascht und aus welchem Grund?
Thomas Nitschmann: „Jonathan Horne wurde vergangenes Jahr Weltmeister und direkt im Anschluss Europameister. Solch eine Leistung ist bemerkenswert. Darüber hinaus ist er momentan für Tokio qualifiziert, und er hinterlässt einen mental starken Eindruck. Jana Bitsch ist der Fleiß in Person – und es ist schön zu sehen, wie fokussiert sie an diese Qualifikation herangeht. Außerdem zeigt sie grandiose Kämpfe und ist regelmäßig auf dem Podest zu finden.“

„Die Turniere hätten in den Olympia-Klassen ausgekämpft werden müssen“

Was erwarten Sie von Ihren Schützlingen bei den noch fünf ausstehenden Wettkämpfen in diesem Jahr?
Thomas Nitschmann: „Das wir am Ende des Jahres besser dastehen als momentan!“

Mit Blick auf Tokio: Wer hat die besten Chancen, an den Olympischen Spielen teilzunehmen?
Thomas Nitschmann: „Alle! Da noch ein direktes Qualifikations-Turnier im Mai 2020 in Paris stattfindet, an dem die bereits Qualifizierten nicht teilnehmen dürfen, ist somit noch für alle die Möglichkeit gegeben, sich zu qualifizieren. Das Potenzial dafür hat der komplette Olympia-Kader.“

Das Qualifikations-System für Olympia ist recht komplex und für den Laien nicht sofort zu durchschauen: Hätten Sie sich einen anderen Modus gewünscht?
Thomas Nitschmann: „Definitiv. Die Anzahl der Turniere ist viel zu hoch, dadurch steigt das Verletzungs-Risiko. Hinzu kommt, dass die Punkte-Verteilung der jeweiligen Turniere nicht fair gestaltet ist! So muss sich beispielsweise der Welt- und Europameister weiterhin qualifizieren. Die Turniere hätten in den Olympia-Klassen ausgekämpft werden müssen.“

„Ich mache mir keine Sorgen über unseren Nachwuchs“


Strahlt Optimismus pur aus: Bundestrainer Thomas Nitschmann    Foto-Credit: "DKV / Brigitte Kraußer"

Welche Herausforderungen stehen in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres an?
Thomas Nitschmann: „Wir sollten unsere geplanten Trainingslager optimal nutzen, um unseren Athleten und Athletinnen einen perfekten Start in dieses schwere Jahr zu ermöglichen! Die ‚Paris Open‘ im Januar werden richtungsweisend für das komplette Jahr sein. Bei dieser Veranstaltung müssen wir fit sein.“

Wie ist es um den deutschen Nachwuchs bestellt?
Thomas Nitschmann: „Ich mache mir zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen über unseren Nachwuchs. Wir sind gut aufgestellt und haben hervorragende Trainer in diesem Bereich. Die Erfolge in der jüngeren Vergangenheit zeigen diesen Trend auch auf.“

Welche Karateka haben Sie auf dem Zettel für die nach-olympische Zeit?
Thomas Nitschmann: „Namentlich möchte ich keinen speziell hervorheben. Es sind junge Sportler und Sportlerinnen, die noch einen langen Weg vor sich haben. Aber das Potenzial ganz nach oben zu kommen, haben einige.“                                    

Die Fragen stellte Dirk Kaiser

Über Thomas Nitschmann

Thomas Nitschmann, 49, verantwortet seit 2004 die A-Nationalmannschaft und den U21-Auswahl-Kader. Der Inhaber des 6. DAN gehörte zu seiner aktiven Zeit zehn Jahre dem Nationalteam an und gewann mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Nitschmann, der mit dem Karatesport 1984 begonnen hat, betreibt zudem seit 1995 die Karate-Schule USC Duisburg.

Categories: Karate News

Tickets für die olympischen Karate-Wettbewerbe erhältlich

Mon, 08/19/2019 - 07:47

Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio werfen bereits ein Jahr vor Veranstaltungs-Beginn ihre Schatten voraus.

Nun ist es möglich, über den offiziellen Partner von „Team D“, DERTOUR, Tickets für die Karate-Wettbewerbe zu erwerben. Diese finden vom 6. – 8. August 2020 im Nippon Budokan statt.

Die Eintrittspreise liegen zwischen 33,00 Euro und 75,00 Euro für die Wettkämpfe, die um 9.00 Uhr am Vormittag starten, und zwischen 52,00 Euro und 120,00 Euro in der ab 17.00 Uhr beginnenden Abend-Session. Am Donnerstag, den 8. August, sind die Olympia-Karateka von 14.00 – 20.15 Uhr gefordert. In der Abend-Session werden die Medaillen vergeben; zudem steht die Siegerehrung auf dem Programm.

Weitere Informationen zu den Tickets sowie Reise-Angeboten und den Sportstätten finden sich unter www.dertour.de/olympia.

Zeitplan & Eintrittspreise:

Dienstag, 6. August: 9.00 – 14.35 Uhr 
Kata (Damen): Ausscheidungs- und Platzierungsrunde
Kumite (Damen / -55 Kilogramm): Ausscheidungsrunde
Kumite (Herren / -67 Kilogramm): Ausscheidungsrunde
Ticketpreise: 33,00 Euro (Kat. D), 47,00 Euro (Kat. C), 61,00 Euro (Kat. B), 75,00 Euro (Kat. A)

Dienstag, 6. August: 17.00 – 21.30 Uhr
Kata (Damen): Halbfinale & Finale
Kumite (Damen / -55 Kilogramm): Halbfinale & Finale
Kumite (Herren / -67 Kilogramm): Halbfinale & Finale
Ticketpreise: 52,00 Euro (Kat. D), 66,00 Euro (Kat. C), 103,00 Euro (Kat. B), 120,00 Euro (Kat. A)

Mittwoch, 7. August: 10.00 – 14.35 Uhr
Kata (Herren): Ausscheidungs- und Platzierungsrunde
Kumite (Damen / -61 Kilogramm): Ausscheidungsrunde
Kumite (Herren / -75 Kilogramm): Ausscheidungsrunde
Ticketpreise: 33,00 Euro (Kat. D), 47,00 Euro (Kat. C), 61,00 Euro (Kat. B), 75,00 Euro (Kat. A)

Mittwoch, 7. August: 17.00 – 21.30 Uhr
Kata (Herren): Halbfinale & Finale
Kumite (Damen / -61 Kilogramm): Halbfinale & Finale
Kumite (Herren / -75 Kilogramm): Halbfinale & Finale
Ticketpreise: 52,00 Euro (Kat. D), 66,00 Euro (Kat. C), 103,00 Euro (Kat. B), 120,00 Euro (Kat. A)

Donnerstag, 8. August: 14.00 – 20.15 Uhr
Kumite (Damen / +61 Kilogramm): Ausscheidungsrunde, Halbfinale & Finale
Kumite (Herren / +75 Kilogramm): Ausscheidungsrunde, Halbfinale & Finale
Ticketpreise: 52,00 Euro (Kat. D), 66,00 Euro (Kat. C), 103,00 Euro (Kat. B), 120,00 Euro (Kat. A)

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"Die Anzahl der Turniere ist viel zu hoch"

Fri, 08/16/2019 - 08:01

Es war ein anstrengendes, kräftezehrendes erstes Halbjahr, das die deutschen Top-Karateka zu absolvieren hatten: Zahlreiche Veranstaltungen, noch dazu auf verschiedenen Kontinenten, hatten den Rhythmus des Olympia-Kaders vorgegeben. Momentan befindet sich dieser (der Olympia-Kader, Anm. d. Red.) in der Sommerpause; erst Anfang September geht die Jagd nach den Punkten für eine mögliche Olympia-Teilnahme weiter.Es war ein anstrengendes, kräftezehrendes erstes Halbjahr, das die deutschen Top-Karateka zu absolvieren hatten: Zahlreiche Veranstaltungen, noch dazu auf verschiedenen Kontinenten, hatten den Rhythmus des Olympia-Kaders vorgegeben. Momentan befindet sich dieser (der Olympia-Kader, Anm. d. Red.) in der Sommerpause; erst Anfang September geht die Jagd nach den Punkten für eine mögliche Olympia-Teilnahme weiter. Im folgenden Interview zieht Bundestrainer Thomas Nitschmann, 49, ein Zwischen-Fazit und spricht dabei unter anderem über den unterschätzten Reisestress. Zudem äußert er sich über das Potenzial seiner Schützlinge mit Blick auf Tokio 2020, das komplexe Qualifikations-System und die Bedeutung der „Paris Open“ für das kommende Jahr.

Herr Nitschmann, die Kader-Athleten befinden sich in der Sommerpause. Wie fällt Ihr Fazit für die erste Hälfte dieses Jahres aus?
Thomas Nitschmann: „Sicherlich hätten wir uns bei einigen Veranstaltungen bessere Resultate gewünscht, keine Frage. Allerdings war die Anzahl der Turniere und der damit verbundene Reisestress doch größer als erwartet! Zudem lässt uns der kurze Abstand zwischen den Turnieren wenig Zeit für das so wichtige Training. Aber die Olympia-Qualifikation ist noch lang…“

Welche Athletinnen und Athleten haben Sie überrascht und aus welchem Grund?
Thomas Nitschmann: „Jonathan Horne wurde vergangenes Jahr Weltmeister und direkt im Anschluss Europameister. Solch eine Leistung ist bemerkenswert. Darüber hinaus ist er momentan für Tokio qualifiziert, und er hinterlässt einen mental starken Eindruck. Jana Bitsch ist der Fleiß in Person – und es ist schön zu sehen, wie fokussiert sie an diese Qualifikation herangeht. Außerdem zeigt sie grandiose Kämpfe und ist regelmäßig auf dem Podest zu finden.“

„Die Turniere hätten in den Olympia-Klassen ausgekämpft werden müssen“

Was erwarten Sie von Ihren Schützlingen bei den noch fünf ausstehenden Wettkämpfen in diesem Jahr?
Thomas Nitschmann: „Das wir am Ende des Jahres besser dastehen als momentan!“

Mit Blick auf Tokio: Wer hat die besten Chancen, an den Olympischen Spielen teilzunehmen?
Thomas Nitschmann: „Alle! Da noch ein direktes Qualifikations-Turnier im Mai 2020 in Paris stattfindet, an dem die bereits Qualifizierten nicht teilnehmen dürfen, ist somit noch für alle die Möglichkeit gegeben, sich zu qualifizieren. Das Potenzial dafür hat der komplette Olympia-Kader.“

Das Qualifikations-System für Olympia ist recht komplex und für den Laien nicht sofort zu durchschauen: Hätten Sie sich einen anderen Modus gewünscht?
Thomas Nitschmann: „Definitiv. Die Anzahl der Turniere ist viel zu hoch, dadurch steigt das Verletzungs-Risiko. Hinzu kommt, dass die Punkte-Verteilung der jeweiligen Turniere nicht fair gestaltet ist! So muss sich beispielsweise der Welt- und Europameister weiterhin qualifizieren. Die Turniere hätten in den Olympia-Klassen ausgekämpft werden müssen.“

„Ich mache mir keine Sorgen über unseren Nachwuchs“


Strahlt Optimismus pur aus: Bundestrainer Thomas Nitschmann    Foto-Credit: "DKV / Brigitte Kraußer"

Welche Herausforderungen stehen in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres an?
Thomas Nitschmann: „Wir sollten unsere geplanten Trainingslager optimal nutzen, um unseren Athleten und Athletinnen einen perfekten Start in dieses schwere Jahr zu ermöglichen! Die ‚Paris Open‘ im Januar werden richtungsweisend für das komplette Jahr sein. Bei dieser Veranstaltung müssen wir fit sein.“

Wie ist es um den deutschen Nachwuchs bestellt?
Thomas Nitschmann: „Ich mache mir zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen über unseren Nachwuchs. Wir sind gut aufgestellt und haben hervorragende Trainer in diesem Bereich. Die Erfolge in der jüngeren Vergangenheit zeigen diesen Trend auch auf.“

Welche Karateka haben Sie auf dem Zettel für die nach-olympische Zeit?
Thomas Nitschmann: „Namentlich möchte ich keinen speziell hervorheben. Es sind junge Sportler und Sportlerinnen, die noch einen langen Weg vor sich haben. Aber das Potenzial ganz nach oben zu kommen, haben einige.“                                    Die Fragen stellte Dirk Kaiser

Über Thomas Nitschmann

Thomas Nitschmann, 49, verantwortet seit 2004 die A-Nationalmannschaft und den U21-Auswahl-Kader. Der Inhaber des 6. DAN gehörte zu seiner aktiven Zeit zehn Jahre dem Nationalteam an und gewann mehrere Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Nitschmann, der mit dem Karatesport 1984 begonnen hat, betreibt zudem seit 1995 die Karate-Schule USC Duisburg.

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Ein Karatelehrer-Seminar der besonderen Art

Wed, 08/07/2019 - 08:34

Demonstrierte Yoga-Übungen: Dr. Henner Nordmann (Mitte) | Foto-Credit: Privat

Es war ein Event der besonderen Art: 15 hochrangige Experten waren der Einladung von Dr. Axel Binhack gefolgt...

Es war ein Event der besonderen Art: 15 hochrangige Experten waren der Einladung von Dr. Axel Binhack nach Maintal bei Frankfurt gefolgt, um für knapp 50 Karatelehrer/Innen ein Kampfkunst-Ereignis zu gestalten, das es in dieser Form noch nicht gegeben hatte. Anlass war das 20-jährige Jubi-läum der von Binhack konzipierten Karatelehrer-Ausbildung des DKV. Für DKV-Ehrenpräsident Roland Hantzsche Grund genug, Binhack bei der festlichen Abendveranstaltung mit der DKV-Ehrennadel in Platin auszuzeichnen.

Zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung stellte der Yoga- und Karatelehrer Dr. Henner Nordmann, 80, anhand von Hilfsmitteln wie Karategürtel und Hallenbänken Yoga-Übungen vor, die generell auch zur Lösung von schmerzhaften Muskel-Verspannungen im Rumpf- und Beinbereich eingesetzt werden können. Anschließend führte Binhack, 6. Dan Shotokan, anhand von unterschiedlich ausge-führten Karate-Techniken in sein Konzept der europäisch-asiatischen Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind ein, dem ein fünftes Element, die Leere (Kara), zugrunde liegt.

 Aikido und Jiu Jitsu auf dem Lehrgangs-Programm

Im weiteren Verlauf stand ein interessanter Einblick in Aikido auf dem Programm. Manfred Jennewein, 7. Dan, war zusammen mit vier weiteren hochgraduierten Aikidoka gekommen, um Prinzipien, Be-wegungen und Techniken zu vermitteln. Die Nähe der spiraligen Bewegungen zum Wind-Element war nachvollziehbar, manche Drehungen und Hebel konnte man im Kata-Bunkai wiederfinden.

Anschließend folgte eine Einführung ins Shito-Ryu-Karate durch einen der weltweit profilierten Groß-meister dieser Stilrichtung: Shihan Carlos Molina, 8. Dan. Molina (Foto) demonstrierte zu Beginn, wie direkte Aktionen aus dem ernsthaften Budo-Karate gegnerische Angriffe neutralisieren Danach widmete er sich den Hebel-Dreh- und Wurfbewegungen des Shito-Ryu-Karate.

Nach der Konzentration war eine kleine Auflockerung angesagt: Sie kam in Form einer Einführung in das Jiu Jitsu durch Stefan Wolf, 7. Dan. Da viele Hebel-, Würge- und Fixierungs-Techniken des Jiu Jitsu sich dem Erd-Element zuordnen lassen, ging es in einige Beispiele aus dem Bodenkampf.

Ki-Karate und die „dunkle Seite der Macht“

Der Abschluss des ersten Seminartages war einer Karatelegende vorbehalten. Der 83-jährige Altmeis-ter Fritz Nöpel, 10. Dan Goju-Ryu, ließ es sich nicht nehmen, beim Jubiläums-Seminar mitzuwirken. Anhand eines bebilderten Vortrags ging Shihan Fritz auf die Rolle des mehrere Jahrhunderte alten historischen Kampfkunstwerkes Bubishi in der Entwicklungsgeschichte des Karate ein.

Mit Qi-Gong-Übungen unter Anleitung von Angelo Ottaviano, 5. Dan Shotokan, wurde der zweite Tag begonnen. Ottaviano konnte körperliche Fehlbelastungen, die zu Dysbalancen bis hin zu Band-scheibenvorfällen führten, komplett ausgleichen. Auf diese Weise sehr gut vorbereitet, konnte Dr. Petra Schmidt, 5. Dan Shotokan, mit einem kurzen Einblick in ihr Konzept des Ki-Karate anknüpfen. Darunter ist in erster Linie eine Fülle von feinkoordinierten, genau ausgerichteten und sehr bewusst ausgeführten Bewegungen zu verstehen, die ihrer speziellen wellen- und spiral-dynamischen Kara-temotorik zugrunde liegen.

Für die „dunkle Seite der Macht“ war der Vitalpunkt- und Kata-Experte Achim Keller, unter anderem 8. Dan stil-offenes Karate und 8. Dan Kyusho Jitsu, zuständig. Keller klärte zunächst über verschiedene Bereiche und Ebenen des Kyusho Jitsu auf. Danach demonstrierte er verblüffende, sofortige Wirkun-gen von einfachen Vitalpunkt-Manipulationen. Eine kurze Einführung von weiteren Kyusho Wirkun-gen unter Einbeziehung des „Small-Circle Jiu Jitsu“ rundete den Vortrag ab.

Selbstverteidigung und der philippinische Stockkampf

Mit der nächsten Einheit begab man sich ansatzweise in einen Bereich, der den reglementierten und geschützten Rahmen eines Dojos übersteigt: Der polizeiliche SV-Ausbilder Jürgen Kestner, 7. Dan (SOK) Karate, gab eine kurze Einführung zum praktischen Mitmachen in einige Bereiche der waffen-losen Selbstverteidigung. Eine große Rolle spielte dabei die dazugehörige Aufmerksamkeitshaltung in potenziell unklaren und gefährlichen Situationen.

Den Abschluss bildete ein kurzer Einblick in den philippinischen Stockkampf durch den Escrima- und Karatepraktiker Holger Fritz, 5. Antas Escrima, 4. Dan Karate, Bundestrainer im Deutschen Kobudo-Verband. Auch hier wird der Kanon der klassischen japanischen Budokünste überstiegen, obwohl die Entwicklung des Karate auf Okinawa neben chinesischen Grundlagen auch viele Einflüsse der Philippinen und der pazifischen Nachbarregionen aufgenommen hat, wie man in diversen Kata-Bewegungen erkennen kann.

Dr. Axel Binhack

Erlebten ein außergewöhnliches Wochenende: die Teilnehmer des Jubiläums-Karatelehrer-Seminars | Foto-Credit: Privat

 

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„European Masters Games“: Rang zwei in der Nationen-Wertung für deutsches Team

Tue, 08/06/2019 - 07:27

Mit einem zweiten Platz in der Nationen-Wertung hinter Italien beendeten die deutschen Karateka die „European Masters Games“...

Mit einem zweiten Platz in der Nationen-Wertung hinter Italien beendeten die deutschen Karateka die „European Masters Games“ in Turin. Die 76 deutschen Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die an zwei Wochenenden von den Trainern Detlef Tolksdorf (Kumite) sowie Jörg Auffahrt und Detlef Herbst (Kata) auf diese Wettkämpfe vorbereitet worden waren, gewannen in den unterschiedlichen Alters- und Gewichtsklassen insgesamt 40 Medaillen: zehn davon waren in Gold, 13 in Silber und 17 in Bronze. Bemerkenswert waren die mannschaftliche Geschlossenheit und die gegenseitige Unterstützung, die das deutsche Team im Norden Italiens an den Tag gelegt hatte. Angefeuert und motiviert wurden sämtliche Karateka – ob mit oder ohne Betreuer angereist.

Für Brigitte Kraußer, die als Verantwortliche der BKB-Masters vor Ort war, wurde Turin zu einer doppelten Herausforderung – weil sie sich spontan dazu bereit erklärt hatte, die Bild-Berichterstattung für die deutschen Athleten und Athletinnen zu übernehmen. Angesichts der zahlreichen Wettkämpfe im Kata und Kumite eine beachtliche Leistung.

Zwölf europäische Nationen in den Karate-Wettbewerben am Start

Im Gegensatz zu Nizza vor vier Jahren fanden die diesjährigen „European Masters Games“ ohne Beteiligung des Europa- und Weltverbandes statt. Sowohl EKF als auch WKF bezogen damit Stellung gegen die ungewöhnlich hohen Startgebühren für Athleten und Coaches, die der Veranstalter erhoben hatte. Dies war auch der Grund, warum der DKV kein eigenes Team nach Turin geschickt, jedoch die teilnehmenden DKV-Masters mit DKV-Jacken ausgestattet hatte.

Die „European Masters Games“ werden alle vier Jahre von der „International Masters Games Association“, einer Unter-Organisation des Internationalen Olympischen Komitees für Athleten und Athletinnen jenseits der 35 Jahre, durchgeführt. In Turin waren rund 8.000 Sportler und Sportlerinnen in 30 Sportarten am Start – darunter unter anderem Handball, Rudern, Leichtathletik und Radfahren. An den Karate-Wettbewerben hatten zwölf Nationen teilgenommen.

 

 

Die Medaillen-Gewinner in der Übersicht

Kata

Gold

Shirley Anavisa Fernan (56-60 Jahre)

Gabriele Holz (+61 Jahre)

Jörg Auffarth (51-55 Jahre)

Silber

Ines Müller-Vogt (46-50 Jahre)

Florian Oberhansl (41-45 Jahre)

Marco Eisele (46-50 Jahre)

Dirk Schuhmann (51-55 Jahre)

Bronze

Anja Rössel (35-40 Jahre)

Caroline Schieting (51-55 Jahre)

Kenichi Sato (35-40 Jahre)

Boris Alexander Mahn (35-40 Jahre)

Andreas Heinrich (56-60 Jahre)

Kumite

Gold

Maike Schwanenberg (+68kg / 35-40 Jahre)

Marion Fröhlich (-55kg / 46-50 Jahre)

Gerlinde Schleicher (+68kg / 56-60 Jahre)

Joheina Hamami (-68kg / 56-60 Jahre)

Patrick Olszewski (-94kg / 41-45 Jahre)

Kasim Zymeri (-75kg / 51-55 Jahre)

Wilhelm Friedrich Eisenbeiss (-94kg / +61 Jahre)

Silber

Martina Ryssel (+68kg / 35-40 Jahre)

Thomas Lamm (-75kg / 35-40 Jahre)

Nico Wojna (-94kg / 41-45 Jahre)

Jürgen Lemmen (-94kg / 51-55 Jahre)

Andreas Heinrich (-75kg / 56-60 Jahre)

Peter Pietro Scarafilo (-94kg / 56-60 Jahre)

Norbert Paschke (-84kg / +61 Jahre)

Samuel Georg Weller (-94kg / +61 Jahre)

Bronze

Jens Maisenbacher (-75kg / 35-40 Jahre)

Alexander Leitmann (-84kg / 35-40 Jahre)

Martin Matheis (-75kg / 46-50 Jahre)

Murat Uysal (-75kg / 46-50 Jahre)

Ünal Ay (-94kg / 46-50 Jahre)

Markus Pahlke (-94kg / 46-50 Jahre)

Andreas De Sario (+94kg / 51-55 Jahre)

Eduard Schmoll (-75kg / 51-55 Jahre)

Marko Klein (-75kg / 51-55 Jahre)

Lothar Fink (-84kg / 56-60 Jahre)

Franz Erben (-94kg / +61 Jahre)

 

Hier geht es zu den Ergebnislisten, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, und hier zum Medaillenspiegel.

 

Dirk Kaiser

 

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Hochkarätige Okinawa-Meister beim DKV-Tag in Ludwigsburg

Wed, 07/31/2019 - 14:03

Unter dem Motto „DKV meets Okinawa“ richtet der Deutsche Karate Verband (DKV) am Samstag, den 14. September 2019, seinen jährlich stattfinden DKV-Tag aus...

Dabei handelt es sich um eine Breitensport-Veranstaltung, an der DKV-Mitglieder, ob Karateka oder Trainer, ob jung oder alt, teilnehmen können. Austragungsort ist diesmal die Rundsporthalle in Ludwigsburg (Kurfürstenstr. 23); eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Beginn des Breitensport-Events ist um 10.00 Uhr, das Ende ist für 17.00 Uhr terminiert. Die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 Euro pro Person und ist am Tag selbst zu entrichten. Die Einnahmen kommen dem DKV-Sozialfonds zugute.

„Der Moderne offen – der Tradition verbunden“

„Der Moderne offen – der Tradition verbunden“! Diesen Leitspruch des DKV will Präsident Wolfgang Weigert in Ludwigsburg vorbildlich umsetzen. Während Sport-Direktor Christian Grüner, die Bundestrainer Thomas Nitschmann (Kumite) und Efthemios Karamitsos (Kata) sowie der Landestrainer des Karate-Verbandes Baden-Württemberg, Cakir Köksal, die Nachwuchs-Leistungssportler weiter auf internationales Niveau heben wollen, wird eine Delegation höchstrangiger Okinawa-Meister den Breitensportlern die ursprüngliche Tradition des Karate aus Okinawa vermitteln.

„Es ist uns eine Ehre und Freude zugleich, dass wir den Teilnehmern am DKV-Tag ein solches Highlight präsentieren können“, äußerte sich Wolfgang Weigert positiv über das Zustandekommen der Zusammenarbeit. Dass der DKV ein derart interessantes und hoch attraktives Programm mit Granden der japanischen Kampf-Kunst anbieten kann, ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche, die der DKV-Präsident mit den Verantwortlichen der Präfektur Okinawa geführt hat.

Interessantes und hoch attraktives Event für jedermann

Angeführt werden die Okinawa-Meister von Zenpo Shimabukuro (10. Dan, Titelbild). Die weiteren Koryphäen auf ihren jeweiligen Gebieten sind Sadayuki Taira (9. Dan), Narihiro Shinjo (8. Dan), Tsuyoshi Uechi (8. Dan) und Naonobu Ahagon (10. Dan Hanshi). Letzterer wird den Teilnehmern Einblicke in die Einführung des Okinawa-Kindertrainings geben. Begleitet wird das Quintett, das bereits am Donnerstag zuvor anreist, von drei Mitgliedern der Regierung.

Vier der hohen Okinawa-Meister stellen in jeweils einer Stunde ihren Stil anhand der Grundtechniken und der gemeinsamen Kata Seisan, die weitgehend identisch mit der Shotokan Kata Hangetsu ist, vor. Anschließend haben die Trainierenden noch die Gelegenheit zu einer 15-minütigen Fragerunde, Mondo genannt.

 

Das Programm für Samstag, 14. September

(Okinawa-Karate)

10.00 – 10.45 Uhr: Köksal Cakir (Entwicklung Wettkampf-Karate)

11.00 – 12.15 Uhr: Zenpo Shimabukuro (Shorin-Ryu Hanshi)

12.30 – 13.45 Uhr: Narihiro Shinjo (Uechi-Ryu Kyoshi)

14.00 – 15.15 Uhr: Sadayuki Taira (Goju-Ryu Hanshi)

15.30 – 16.45 Uhr: Tsuyoshi Uechi (Isshin-Ryu Kyoshi)

 (Wettkampf-Karate)

11.00 – 12.30 Uhr: Thomas Nitschmann

13.00 – 14.15 Uhr: Christian Grüner

15.00 – 16.30 Uhr: Köksal Cakir (Beintechniken – Angriff & Abwehr)

(Kinder-Karate)

11.00 – 12.00 Uhr: Naonobu Ahagon (Einführung Okinawa-Kindertraining)

13.00 – 14.00 Uhr: Köksal Cakir (Kindertraining)

 

 

 

Dirk Kaiser

 

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